Lexikon Frauenratgeber: Unisex-Tarife

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Unisex-Tarife

Ab Dezember wird es keine unterschiedlichen Versicherungstarife mehr für Frauen und Männer geben. Das war und ist diskriminierend, weshalb der Europäische Gerichtshof 2011 entschieden hat: Versicherer dürfen bei Neuverträgen nur noch einheitliche Tarife anbieten, also vom Geschlecht unabhängige Unisex-Tarife.

Die Regelung gilt nur für Policen, die nach dem 21. Dezember 2012 abgeschlossen werden und bringt Vor- und Nachteile für Frauen – und Männer – mit sich. Beispiele:

- Bei der privaten Rentenversicherung profitieren Männer von der statistisch errechneten höheren Lebenserwartung von Frauen: längere Rentenzahlungen – höhere Beiträge. Hier werden die Policen für Frauen künftig günstiger sein, weshalb ein Neuabschluss ins Jahr 2013 verschoben werden sollte.

- Für die private Krankenversicherung gilt dasselbe. Auch hier zahlen Frauen bislang bis zu 30 Prozent mehr – u.a. wegen der höheren Lebenserwartung. Also: lieber bis 2013 mit einem Versicherungsabschluss warten.

- Bei einer Risikolebensversicherung sollten sich Frauen den Abschluss noch in diesem Jahr sichern, denn nach der Neuregelung könnte sie teurer werden. Momentan zahlen Männer um bis zu 60 Prozent mehr als Frauen: sie sterben früher, die Versicherung muss früher ausbezahlt werden.

Verbraucherverbände raten, nichts zu überstürzen und Altverträge nicht zu kündigen. Möglicherweise sind damit höhere Verluste verbunden, als mit Unisex-Tarifen ausgeglichen werden kann. Die Angleichung der Geschlechter ist außerdem nur ein Faktor für einen Tarif. Krankenversicherungen interessiert womöglich viel mehr, ob jemand raucht oder übergewichtig ist.

(Quelle: WDR, 8.3.2012)


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