Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Ratgeber "FrauenSache im öffentlichen Dienst" als OnlineBuch für nur 10 Euro
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Der Ratgeber ist nicht nur
"FrauenSache". Das 216-seitige Buch informiert über alles Wichtige zum Berufsalltag von Frauen, die im öffentlichen Dienst arbeiten. Der Ratgeber gibt Tipps und eignet sich daher nicht nur für Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte, sondern auch für Mitglieder in Personalvertretungen und Verantwortliche in Personalabteilungen. Deshalb sollte der Ratgeber auch von Männern und nicht nur von den Personalchefs gelesen werden. Das Buch ist übersichtlich gegledert gibt einen umfassenden Überblick, über die Themen "Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Babypause, Frauenbeauftragte und Frauenförderpläne". Es werden mehr als 100 Tipps gegeben, auf was Frauen besonders zu achten haben, damit Ihnen keine Nachteile in der beruflichen Entwicklung entstehen. Der Ratgeber enthät Synopsen, die die Gleichstellungsgesetze des Bundes und der Länder miteinander vergleichen.
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Vereinbarkeit von Familie und Beruf
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Angebote zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören zu einer funktionierenden Gleichstellungspolitik, insbesondere wenn familienorientierte Männer damit angesprochen werden, sind sie doch den gleichen Benachteiligungen – geringeres Einkommen, geringere Rentenansprüche, geringere Anerkennung, auch in Form von Beförderungen – ausgesetzt wie Frauen, die Elternzeit beanspruchen, sich wegen Kindererziehung beurlauben lassen, auf Teilzeit gehen (insbesondere in Führungspositionen) oder andere Arbeitszeitmodelle (Telearbeit, Sabbatical) wählen. Den Konflikt tragen eher Frauen aus, ausgerechnet in der Zeit, in der unbegrenzte Verfügbarkeit vorausgesetzt wird: zwischen 25 und 40 Jahren. Mikrozensus-Daten belegen: In den alten Bundesländern sind 29 Prozent aller Mütter mit Kindern unter drei Jahren erwerbstätig, in den neuen Bundesländern sogar 40 Prozent (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2003). Männer als „Zeitpioniere" sind hingegen immer noch selten. Dabei entsprechen die real abgeleisteten Arbeitszeiten nicht den eigentlichen Wünschen. Umfragen zufolge wollen Frauen mehr und länger arbeiten, Männer hingegen lieber kürzer (WSI FrauenDatenReport 2005).Wenn Vorgesetzte umdenken lernen und sich z. B. in dienstlichen Beurteilungen „Familienarbeit" nicht als fehlendes Karrierebewusstsein niederschlägt, könnte sich hier etwas ändern. Die Voraussetzungen dafür sind besser geworden: Die Aufforderung zu Angeboten familiengerechter Arbeitszeiten mitsamt Benachteiligungsverboten gibt es in fast allen Förderplänen, als Qualifikation hat sich Familienarbeit durchgesetzt, Teilzeitbeschäftigung unterliegt dem Gleichbehandlungsgebot. Außerdem sind Regelungen für die Rückkehr zur Vollzeit und den Wiedereinstieg, nicht nur bei familienbedingter Teilzeit, Beurlaubung oder Elternzeit vorgesehen.
(Siehe Anhang Gleichstellungsgesetze: Familiengerechte Arbeitszeiten)
Auch die Politik setzt vermehrt Zeichen. Das Bundesfamilienministerium wird nicht müde, „für ein neues Leitbild von Männern und Vätern in der Gesellschaft" zu werben, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu einer „gesamtgesellschaftlichen Aufgabe" zu erheben. Unter dem Oberbegriff „Work-Life-Balance" soll sich die Arbeitswelt familienfreundlicher zeigen, Kinderbetreuungsangebote werden „bedarfsgerecht" ausgebaut, die Öffnungszeiten von Tagesstätten erweitert. Im Januar 2005 stellte Renate Schmidt einen „Familienatlas" vor, der die Ergebnisse einer Umfrage zum „Standortfaktor Familienfreundlichkeit" widerspiegelt. 439 Städte und Kreise der Republik wurden nach dem Kriterium, wo es sich als Familie gut wohnen und leben lässt, klassifiziert.
Unser Online-Tipp
„Familienatlas 2005" unter
www.prognos.com/familienatlas
Broschüre „Zeit gestalten" der
Hans-Böckler-Stiftung zum
Thema „Work-Life-Balance"
unter www.boeckler.de
Die Arbeitsmarktforscherin Alexandra Wagner äußerst sich im Info-Brief 2/03 des DGB dazu u. a. so: „Heutige ‚Normalarbeitszeiten' gehen auf den traditionell von Reproduktionsarbeit freien männlichen Familienernährer zurück und sind nicht für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie konzipiert ... Kürzere und planbare Arbeitszeiten würden nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, sondern könnten die Lebensqualität von Frauen und Männern verbessern. Für die Beschäftigungssituation wäre das kein Nullsummenspiel, denn durch die Umverteilung der Erwerbsarbeit zugunsten von Frauen würde ein Teil der bisher unentgeltlich geleisteten und privat verausgabten Hausarbeit in Erwerbsarbeit im Dienstleistungssektor transferiert und damit zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Damit wäre auch eine Professionalisierung vieler dieser Tätigkeiten verbunden".
(Verschiedene Projekte zur Frauenförderung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind in der Broschüre „Verwaltungsmodernisierung und Gleichstellungspolitik in den Kommunen – 11 Best-Practice-Beispiele aus NRW" von Elke Wiechmann zusammengefasst)
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Beispiel: Deutsche Telekom
Der Konzern will die Rahmenbedingungen verbessern, damit sich Beruf und Lebensinhalte miteinander vereinbaren lassen. Das Projekt „Work and Life Balance", iniitiert nach einer Beschäftigtenbefragung, hat insbesondere flexible Arbeitszeiten und alternierende Teleheimarbeitsplätze im Angebot. „Die Chancen, auch Führungstätigkeiten in flexiblen Arbeitszeiten bis hin zur Teilzeit zu organisieren, sind im Informationszeitalter groß. Moderne Führung verlangt zunehmend Eigenverantwortung ... Ein verändertes Bewusstsein für Teilzeitarbeit von Männern und Frauen zu schaffen, ist unser Anliegen". Die flexible Arbeitsorganisation bei der Telekom beinhaltet u.a. Integrationsseminare für den Wiedereinstieg, regionale Kinderbetreuung und Unterstützung von Elterninitiativen.
Beispiel: Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA)
Im Juni 2004 besuchte Bundesfamilienministerin Renate Schmidt die BfA, um sie zu ihrer „familienfreundlichen Unternehmenskultur" zu beglückwünschen. Als erste öffentliche-rechtliche Arbeitgeberin wurde die BfA auch mit dem Prädikat „Total-E-Quality" im gleichen Jahr ausgezeichnet und setzt seit einiger Zeit „Work-Life-Balance"-Konzepte um. Die Familienfreundlichkeit zeigt sich in der Förderung von Teilzeit- und Telearbeit, Wiedereinstiegsprogrammen nach der Elternzeit, bei der Unterstützung durch einen Familienservice oder einem Kinderbetreuungsangebot in Notfällen. „Die Familie hat einen ökonomischen Charme", sagte Renate Schmidt während des Besuchs, „dem sich die Unternehmen nicht entziehen sollten. Denn Investitionen in Familienfreundlichkeit rechnen sich in Euro und Cent".
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Der RatgeberService des DBW greift wichtige Themen zum öffentlichen Dienst auf:
- Rund ums Geld im öffentlichen Dienst
- Die Beihilfe
- Die Beamtenversorgung
- Gesundheit von A bis Z
- FrauenSache im öffentlichen Dienst
- Nebentätigkeitsrecht für Angestellte und Beamte
- Wissenswertes für Beamtinnen und Beamte
- BerufsStart im öffentlichen Dienst
- Neues Tarifrecht für den öffentlichen Dienst
- Neuordnung des Beamtenrechts - mit Erläuterungen zum Beamtenstatusgesetz.
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