Lexikon Frauenratgeber: Yoga - (k)eine Kunst

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YOGA – (k)eine Kunst?

Wenn man im Westen an Yoga denkt, dann fallen uns meist als erstes die Yoga-Haltungen, die asanas ein. Man hält sie im Allgemeinen für eine Art von Turn- oder Gymnastikübungen. Allzu oft haben selbst erfahrene Yoga-Schüler bei der Ausführung der asanas noch diese Vorstellung.

Der erfahrene Yogalehrer weist auf das Verständnis für die wahre Natur oder den Sinn des asanas hin: die asanas stellen im Grunde genommen eine Andachtsübung dar, die uns, wie alle spirituellen Übungen, der Erkenntnis der Wahrheit näher bringen soll.

Als Begründung für die Teilnahme an einem Yoga-Kurs geben die meisten Schüler an, dass sie Erleichterung für ein Problem im Zusammenhang mit den Muskeln oder dem Knochengerüst suchen, oder dass sie lernen wollen, sich zu entspannen.

Nur die wenigsten sprechen, zumindest gilt das für den Anfang, von einem Interesse an den spirituellen Aspekten. Diejenigen aber, die bei den Übungen „durchhalten", machen unweigerlich bestimmte Entdeckungen. Als erstes fühlen sie sich körperlich besser. Sie atmen leichter und bewegen sich freier. Ihr Geisteszustand verändert sich, ihre Konzentrationsfähigkeit nimmt zu, sie werden wacher und lebendiger.

  

Allmählich beginnt sich noch etwas anderes bemerkbar zu machen: Das Gefühl, dass sie sich zwar in einem durchaus wünschenswerten Zustand befinden, dass es aber doch noch etwas darüber hinausgehen muss. Der Schüler erhält einen flüchtigen Eindruck eines Aspektes seines SELBST, der die physische, mentale und emotionale Ebene übersteigt, eine Ahnung von der WAHRHEIT über das, was man als das ICH oder SELBST bezeichnet. Hier liegt die spirituelle Bedeutung der asanas. Jedes asana erzeugt einen meditativen Geisteszustand.

Aber warum gerade diese Übungen? Warum diese Bezeichnungen? Die Übungen sind, richtig ausgeführt, anatomisch korrekt und nutzen die ganze natürliche Spannweite der Bewegungen des menschlichen Körpers. Sie fördern die Funktion der inneren Organe, sorgen für die Ausgewogenheit zwischen dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem, und sie schaffen die günstigsten Voraussetzungen für Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen.

Die asanas sind aber auch Symbole. Wenn ich eine dieser Übungen gestalte, dann führe ich zugleich mit meinem Körper, mit meinem Geist und mit meinem Atem eine symbolische Gebärde aus, und meine Erfahrung bildet eine Brücke zwischen diesen Aspekten meines SELBST und der Energiequelle, die sie hervorbringt und unterhält. Nehmen wir z.B. das asana des Baumes. Der Baum besitzt die Fähigkeit, sich ohne Unterstützung aufrecht zu halten. Es herrscht ein Gleichgewicht zwischen Stamm und Verteilung der Äste, der Baumkrone und der Wurzeln.

Vielleicht teilt der Mensch ein ähnliches Schicksal wie der Baum. Hängt nicht auch sein Dasein davon ab, wie robust die Konstitution, der Stamm, die Äste, die Wurzeln sind? Der Baum bricht nicht im Sturm, er beugt sich ihm und zeigt gerade dadurch seine Stärke. Auch wir Menschen sollen uns fragen: Bin ich nachsichtig, kann ich mich den Fügungen des Lebens beugen? Oder verbleibe ich in Starrheit, die mich an meinen Lebensumständen zerbrechen lässt?

Yoga ist eine Kunst, und die asanas sind ein poetischer Ausdruck dieser Kunst. Sie sind Symbole, die die Wahrheit sichtbar machen und uns zum Licht führen können. Wenn wir den Körper mit Hilfe der asanas unter Kontrolle bringen, gelingt es leichter auch den Geist und die Emotionen zu beherrschen. Ein asana, das man durch beharrliches Üben vervollkommnet, wird in einem bestimmten Stadium spirituell, es wird zu einem mudra. Das Wort mudra bedeutet soviel wie ein „Siegel, eine bekräftigende Gebärde".

Auch der menschliche Körper ist ein solches Siegel. Wir müssen nur entdecken, was da eigentlich versiegelt ist, welches Geheimnis sich hinter dem Siegel verbirgt. Um das zu erreichen, müssen wir allmählich damit beginnen, die Botschaft zu entziffern, die uns der Körper vermittelt.

  

Was wir durch die Praxis der asanas entdecken, wird zu einer starken Quelle neuer Kraft und zur Inspiration für ein tieferes Verständnis. Nach der Überlieferung des Ostens gilt der Mensch als Entdecker, als Abenteurer, er ist sein eigenes Versuchslabor und er muss seine eigenen Experimente anstellen. Es hängt von jedem Einzelnen selbst ab, ob er intuitiv denkt, nachforscht und Fragen stellt, denn ein Yoga-Lehrer wird niemals einem Schüler die Freude nehmen, eigene Entdeckungen zu machen.

Eines Tages werden wir erkennen, dass die Wirkungen des Hatha-Yoga sich nicht auf den körperlichen (physischen) Bereich beschränken. Hier liegt erst der Anfang, denn die menschliche Wahrnehmung beginnt auf der Ebene des Körperlichen.

Die Wirkung der asanas auf das Zentralnervensystem muss gebührend beachtet werden. Setzt man die Praxis regelmäßig fort, kommt es allmählich zu einer Regulierung und zur Entwicklung einer besseren Wahrnehmungsfähigkeit des willkürlichen und unwillkürlichen Nervensystems. Alle Yoga-Haltungen tragen dazu bei, die Funktion des gesamten Organismus zu normalisieren. Deshalb beeinflussen sie sowohl die Tätigkeiten der Drüsen und der Organe als auch das Nervensystem, und auf diesem Wege dann auch den Geist.

Wir danken der Autorin Susanne Worms, die dem DBW diesen Beitrag zur Verfügung gestellt hat.

 


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